W1LO1 bei der Firma Fischer
Die Klasse W1LO1 begann ihre gemeinsame Unternehmensbesichtigung um 08:00 Uhr mit einer Busfahrt vom BSZ Nagold zur Unternehmensgruppe fischer in Tumlingen. Nach der Ankunft posierten wir vor einem der fischer-Plakate für ein Gruppenbild mit unseren Klassenlehrern Herrn Ender und Herrn Höhberger. Anschließend wurde uns in einem Besprechungsraum der Tagesablauf vorgestellt, und es wurden drei kurze Videos über das Unternehmen gezeigt. Unter anderem ging es darin um die Ausbildungsmöglichkeiten. Danach erhielten wir eine Führung über das Firmengelände. Während des Rundgangs erfuhren wir, wie fischer die Produktionsprozesse automatisiert hat. Die Mitarbeiter müssen dadurch nicht ständig an einer Maschine stehen, sondern haben die Möglichkeit, mehrere Maschinen zu bedienen. Während des Rundgangs konnten wir sehen, wie Kunststoff- und Metallteile (beispielsweise Duo-Power-Dübel und Betonschrauben) gefertigt werden.
Nach der Führung durch die Produktion sind wir zum Distribution Center Tumlingen (DCT) gelaufen, das auf der anderen Straßenseite liegt. Täglich liefern 25 bis 40 LKW bis zu 850 Paletten an, welche dann teilweise auf ein Förderband gestellt werden und automatisch ins Lager fahren. Zuvor wird die gelieferte Ware stichprobenartig in der Qualitätssicherung überprüft. Wenn falsche oder mangelhafte Ware dabei ist, wird diese umgehend zurückgeschickt. Unzuverlässige Lieferanten werden häufiger geprüft als zuverlässige. fischer hat auch einen Shuttle im Lager, der komplett automatisch einlagert, auslagert und die Ware zum Kommissionierbereich bringt. Dieses Lager, in dem sich die Shuttles bewegen, hat circa 21.500 Lagerplätze, die auf drei Gassen aufgeteilt sind. An den Pick-it-Easy-Stationen, wo das Shuttle die Ware zur Kommissionierung hinbringt, können vier Arbeiter gleichzeitig arbeiten. Pro Stunde kann ein Arbeiter 320 Positionen schaffen, was am Tag ungefähr 10.000 Positionen entspricht. Nachdem die Aufträge in Kartons verpackt wurden, wird der Karton nochmals gewogen. Das eingesetzte System weiß genau, wie schwer der Auftrag sein muss. Dadurch können Fehler umgehend erkannt werden.
Das Unternehmen verlassen täglich ungefähr 2.000 Pakete und 600 bis 800 Paletten. fischer liefert nicht nur mit LKWs, sondern auch per Schiff und Flugverkehr. Beim Flugverkehr gelten sie als sicherer Lieferant, sodass die Ware nicht mehr vom Zoll kontrolliert wird. Wenn dann etwas passiert, haftet der Mitarbeiter, der die Ware verpackt und dafür unterschrieben hat, privat.
Nach einer Mittagspause trafen wir uns wieder im Besprechungsraum, wo uns eine umfassende Präsentation über das gesamte Unternehmen vorgestellt wurde. Unter anderem beinhaltete die Präsentation die verschiedenen Standorte und Geschäftsbereiche. Um 13:15 Uhr fuhren wir mit dem Bus zurück zur Schule.
Es war sehr interessant zu sehen, wie bei fischer gearbeitet wird. Solch ein Praxisbezug ist eine Abwechslung und Bereicherung, da man Neues und Interessantes erfahren und als Klasse etwas gemeinsam erleben kann.




